Erinnerungen

„Aus der Erinnerung und Wiederholung lebt Glaube und Gehorsam. Erinnerung wird zur Kraft der Gegenwart, weil es der lebendige Gott ist, der einst für mich gehandelt hat und mich heute dessen vergewissert.“

Dietrich Bonhoeffer

Erinnerungen sind was Schönes, Lebendiges, Tiefes. Es geht nicht darum, die Vergangenheit zu vergolden oder zu verdammen. Es geht nicht darum, sie zu überhöhen oder sie vergessen zu wollen. Denn jede Erinnerung ist Geschichte, eine Schicht in meiner Lebensgeschichte.

Die Frage an mich ist nur, wie sehe ich sie an? Will ich sie dankbar betrachten oder wegwischen? Will ich mich ihr hingeben oder mich von ihr distanzieren?

Wer nicht aus der Geschichte lernt, ist dazu verurteilt sie zu wiederholen. Das gilt im Kleinen wie im Großen. Paulus, der Mann in der Bibel sagt: Das was der Mensch sät, das wird er ernten.

Erinnerungen wollen gehoben werden wie ein Schatz, betrachtet und gehütet werden. An jeder Erinnerung die mir in den Sinn kommt, möchte ich das Kostbare, Einmalige und Wertvolle sehen. Will mich nochmals einfühlen in das Erlebte, will die Gefühle zulassen und will dann, wenn es Zeit ist, die Erinnerung zurücklegen und verabschieden. Ich weiß sie sind noch da, aber sie haben keine Macht mehr über mich, besonders nicht die negativen Erinnerungen.

Es stimmt, was Bonhoeffer sagt, dass sich aus der Erinnerung und dem Wiederholen das Leben speist, sich formt unter der gnädigen Hand Gottes.

Ich bin dankbar für meinen Reichtum an guten Erinnerungen, Erfahrungen, an den mir geschenkten Schätzen, die mich zu dem gemacht haben, der ich heute bin.

Wäre es nicht heute dran, Schatzsucher in der Erinnerung zu werden?

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