Ich steh an deiner Krippen hier

Der Heiligabend ist vergangen, die Feiertage wurden und werden erlebt. Es gab kein Krippenspiel im Gottesdienst, da es auch keinen Gottesdienst gab. Und doch, es gab eine Krippe bei allem, was es nicht gab.
Es gab den Gottes Sohn in der Krippe und ich kann bei ihr stehen. Paul Gerhardt der selber nicht an der Krippe Jesu stand, hat dazu ein Lied geschrieben – „Ich steh an deiner Krippen hier„:

Ich steh an deiner Krippen hier, o Jesus, du mein Leben;
Ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz Seel und Mut,
nimm alles hin und lass dir´s wohlgefallen.

Da ich noch nicht geboren ward, da bist du mir geboren
und hast mich dir zu eigen gar eh ich dich kann erkoren.
Eh ich durch deine Hand gemacht, da hast du schon bei dir bedacht,
wie du mein wolltest werden.

Ich sehe dich mit Freuden an und kann mich nicht satt sehen;
Und weil ich nun nichts weiter kann, bleib ich anbetend stehen.
O dass mein Sinn ein Abgrund wär und meine Seel ein weites Meer,
dass ich dich möchte fassen!

Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland nicht versagen:
Dass ich dich möge für und für in bei und an mir tragen.
So lass mich doch dein Kripplein sein; komm, komm und lege bei mir ein Dich und all deine Freuden.

Paul Gerhardt (1653)

Anbetung – Überwältigt sein – Freude – Wunsch – Wirklichkeit.

Dass sind so die Worte die Paul Gerhardt vermittelt. Vielleicht auch wieder die Worte die wir an empfinden Weihnachten.

Anbetung des Kindes in der Krippe. Nicht die eigene Machbarkeit, sondern den Herrn der Herren selbst.

Überwältigt sein von seiner Größe und Macht, von dem dass wir es nicht verdient haben, aber brauchen. Überwältigt sein von so viel Liebe zu mir und dir.

Freude, ja die strahlt durch alle Knopflöcher und auch aus allen Augen. Freude im Herzen, weil die Helle Freude Jesus Christus mir erschienen ist.

Wunsch auf bessere Zeit, dass liegt heute sehr nah. Doch der eigentliche Wunsch darf es sein, dass er bei mir in mir und an mir ist, dieser Christus, der uns heute geboren ist.

Wirklichkeit – Corona ist noch da. Das Sterben ist noch Wirklichkeit. Doch das Leben in aus und zur Ewigkeit hin, das wurde an Weihnachten geschenkt und an Ostern Wirklichkeit.

Frohe Weihnachtstage beim Kind an der Krippe.

Photo by Pro Church Media on Unsplash

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