Grabrede

Heute hatte ich eine Beerdigung zu halten. Kein Coronafall, sondern eine ältere Dame, die sterben durfte. Über der Trauerrede stand das Bibelwort: Früchte dich nicht, glaube nur! Mk. 5,36 Das ist so ein Wort, dass kann man schnell runterlesen und es berührt einen nicht. Was aber wenn man in der Krise, der Enge des Lebens hängt, keinen Ausweg weiß und nicht ahnen kann, wohin die Reise geht.

Dann dieses Bibelwort? Ganz schön herausfordern, und verunsichernd, so fühlt sich das für mich an.

Und doch, ja, doch ich will mich eher an das ganze Bibelwort klammern. Selbst wenn ich schwimme und meine ich gehe unter, so ist sie mir ein Hilfsmittel, dass ich über Wasser bleibe. Wie ein Schwimmbrett, das mich nach oben treibt, an dem ich mich halten kann, wenn mir die Kraft ausgeht.

Ich will es festhalten, und weiter schwimmen, weiter gehen, Schritt für Schritt. Und ich will glauben, dass es gut wird, weil derjenige der es gesagt hat mit geht. Dass er mich trägt auf seinen Armen und das er mich aufmuntert, grade dann, wenn ich den Mut verlieren will. Er hat einen guten Weg für mich, da bin ich mir ganz sicher.

Fürchte dich nicht, glaube nur. Und ich laufe und gehe, tappe und schreite, aber ich bleibe nicht stehen.

Fürchte dich nicht, glaube nur. Das wage ich heute, morgen und an jedem neuen Tag. So wie die Dame es auch tat in ihrem Leben, jeden Tag einen Schritt gehen bis ans Ziel.

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